Werke

installations
cathedrals/the sea ( 16 organs ) - 2010
Die Installation "cathedrals / the sea" entstand 2011/2012 und ist konzipiert für 16 große Kirchenorgeln, die – da live nicht zu realisieren – aufgenommen und per 16 Lautsprecher gleichzeitig überlagernd wiedergegeben werden. Auf jeder Orgel werden ähnliche, sich permanent individuell verändernde, sehr virtuose "Klang‐Gebilde" gespielt. Durch die Überlagerung dieser 16 ähnlichen Stimmen entsteht eine große Klang‐Fläche mit einer fluktuierenden, permanent sich ändernden Binnenstruktur, die die Assoziation eines komprimierten/potenzierten Klangraumes evoziert, wie er durch große Orgeln in großen Kirchen erlebbar ist ("cathedrals"). Die engmaschige Struktur der überlagerten Stimmen entspricht akustisch den Formen eines sich ständig in Bewegung befindenden Meeres ("the sea"). Um den gewünschten Höreindruck zu erzielen, werden die 16 Lautsprecher kreisförmig positioniert, so dass die Klänge den Zuhörer von allen Seiten erreichen.
disTanz ( four pianos ) - 2012
disTanz ist ein installationsartiges Stück von nicht festgelegter Dauer für 4 im Raum verteilte Klaviere. Ein einziger 7-töniger Akkord wird auf unterschiedliche Weise in zeitlupenähnlichem Tempo umspielt. Die 4 verschiedenen Parts sind unterschiedlich lang und metrisch unabhängig voneinander. Sie werden jeweils als "Endlosschleife" wiederholt. Durch die individuellen Wiederholungen ergeben sich somit stets andere Schichtungen der 4 Parts und dadurch immer neue rhythmische Überlagerungen. disTanz ist gleichsam ein "Jetzt"-Stück, das sich nicht "entwickelt". Vielmehr geht es darum, die immer neu sich ereignenden rhythmischen Brechungen und Überlagerungen des immer gleichbleibenden Tonmaterials im Moment zu erfassen.
silver lines ( 8 or more players ) - 2012
gravity / drop III ( Laon ) - 2013
white space - green leaves ( 6 or more pianos ) 2013
vilm - project ( 20 or more pianos ) - 2013
Richard Serra, eine Skulptur ertastend 2014 / 2015
Version für 20 Lautsprecher für die Kunstsammlung Hoffmann, Berlin. Die Installation "…Richard Serra, eine Skulptur ertastend…" spielt mit dem Erfahren des Raumes anhand eines Gong-/Stahlplatten-ähnlichen Klanges, der in immer neuen rhythmischen und räumlichen Konstellationen erklingt . Alle 20 in den Räumen verteilten Lautsprecher spielen innerhalb 18 - 30 Minuten unabhängig voneinander ca. 40 Wiederholungen des gleichen Klanges in jeweils individuellen zeitlichen Abfolgen, die sodann immer wiederholt werden. Durch die unterschiedlichen Längen der einzelnen "Stimmen" ergeben sich durch die Wiederholungen stets neue Überlagerungen und dadurch neue rhythmische und räumliche Abläufe des gleichbleibenden Materials. Die Veränderung der individuellen Hörposition des Hörers kommt als weitere Variationsebene hinzu und ist essentieller Teil der klanglichen Struktur.
piano solo
Canti di Venezia ( 3 Stücke für Klavier ) - 1991
Zwei kurze Klavierstücke - 1992
Cantando ( 3 kleine Stücke für Klavier ) - 1993
Berceuse - 2007
piano-piece - 2009 audio
Visitenkarte für Morton Feldman - 2009
Zwiegespräch mit leicht divergierendem Konsens - 2009
two pianos
decemberVariations - 2010/2011
"decemberVariations" entstand 2010/11 für das GrauSchumacher Piano-Duo und wurde am 3.10.2012 in Düsseldorf uraufgeführt. Es ist ein stilles, sich in drei ineinander übergehenden Teilen ruhig entfaltendes Stück, das als Grundelemente 3 mal 2 verschiedene Klänge verwendet, die miteinander verwandt sind. Diese Klänge werden innerhalb eines Abschnittes stetig variiert, sowohl was die Konstellation und Lagen der Klänge - und damit die Veränderung des "Farbtones" als auch was die Konstellationen innerhalb eines zeitlichen Ablaufs betrifft. Durch das dialogische Wechselspiel der beiden Pianisten entsteht ein ritualhaftes Pendeln der Klänge mit- und gegeneinander.
2 pianos Peter Zumthor / raumsignatur I - 2013
raumsignatur II - 2013
four pianos
autunno - 1991
aleluyas verdes - 1993
atlantic rocks - 2003 audio
islandscapes - 2006/2007
disTanz ( Installation ) - 2012
six pianos
for 6 pianos I - 2011
"for six pianos" für 6 Klaviere sind drei sehr stille, spartanische Zeitlupenstücke, die lediglich jeweils 5 Töne verwenden. Diese werden in allen möglichen Lagen und Kombinationen im Raum verteilt.
for 6 pianos II - 2011
for 6 pianos III - 2011
eight pianos
einKlang - 2013
einKlang ist eine "Raum-Klang-Installation" für 8 Klaviere (16 Pianisten). Die Instrumente 1 - 4 befinden sich vorne, hinten, rechts und links IM Raum, die Instrumente 5 - 8 in entsprechenden Positionen AUSSERHALB des Raumes, gewissermassen als Echo. Ein 8-töniger Klang wird in immer wieder neuen Rhythmen repetiert und wandert hierbei auf immer wieder neuen Wegen von Instrument zu Instrument. Die Struktur setzt sich zusammen aus 64 durch Fermaten voneinander abgegrenzten Einheiten à 64 Anschlägen des Klanges. Die Verteilung des Klanges auf die 8 Klaviere ist immer anders: mal überwiegen Passagen, in denen vorwiegend die Echoklaviere (ausserhalb des Raumes) erklingen, mal Passagen mit hauptsächlich den innerräumlichen Klavieren, mal herrscht ein regelmässiger, mal ein unregelmässiger Wechsel zwischen Echo und innerräumlichen Instrumenten, mal scheint der Klang von nur einem Klavier wiederholt zu werden, mal pendelt er scheinbar zwischen zwei Instrumenten hin und her, mal ergeben sich "kreisförmige" Abläufe etc. etc. In 25 der 64 Einheiten erscheinen zusätzlich die 4 zur Zwölftönigkeit fehlenden Töne. Teilweise wird hierbei der 8-tönige Klang durch einzelne dieser 4 Töne ergänzt, teilweise erscheinen die 4 Töne als eigenständiger Klang.
72 pianos
Burini - 2009
organ
Toccata I ( 8 organs ) - 2010 audio
Toccata II Monument/Ritual ( 4 organs ) - 2010
Toccata III ( 16 organs ) - 2010
two mocking birds ( 2 organs ) - 2010
voices
Lux ( female choir, eight part ) - 1982
Kleines Magnificat ( 4 sopranos, oboe, crotales, piano ) - 1993/1994
drei Gedichte von Giuseppe Ungaretti ( 3 - 6 sopranos ) - 1994/1995
drei Gedichte von Giuseppe Ungaretti ( soprano, piano ) - 1994/2007
four poems (Pound, Cummings, Williams) ( soprano, piano ) - 2008/2009
chamber/ensembles
Klaviertrio ( violin, cello, piano ) - 1991
arco III ( 2 x 14 violins & percussion ) - 2011
arco III für 2 Gruppen à 14 Violinen und Percussion ist eine Studie über einen aus 11 Tönen bestehenden Klang, der kurzzeitig durch die Percussioninstrumente zu einem 12-Tonklang ergänzt wird. Dieser Klang erklingt in beiden Gruppen - Gruppe I vor und Gruppe II hinter dem Hörer - , wobei nur wenige Töne "normal" hörbar erklingen, der Klang ansonsten durch die Spielweise der Violinen unterdrückt, aufgebrochen oder erstickt wird, indem oft nur mit dem Bogenholz oder mit dem Bogenholz und wenigen Bogenhaaren gestrichen wird. Dazu kommt bei bestimmten Tönen das Spiel mit Achteltönen, das Schwebungen innerhalb des Raumes erzeugt. Die Percussioninstrumente werden ebenfalls mit dem Bogen gestrichen. Die Spielweisen der einzelnen Töne verändern sich permanent, so dass in jedem Moment eine andere Klanglichkeit herrscht, der Klang in einem anderen Licht erscheint. Die Veränderungen innerhalb der beiden Gruppen ereignen sich unterschiedlich. Der Hörer befindet sich wie zwischen zwei Kondensatorplatten - in einem Spannungsfeld zweier ständig mutierender Versionen desselben Klanges. Die Grunddynamik des Stückes ist extrem leise.
circles ( 14 violins ) - 2011
Till Hass - mikrotonale klanginstallation - Foto: Alexander Mayer
Till Hass, Composer - Foto: Till Hass
Till Hass, Composer - Foto: Till Hass
Till Hass, Composer - Foto: Alexander Mayer
Till Hass, Composer - Foto: Till Hass
Till Hass, Composer - Foto: Alexander Mayer
Till Hass, Composer - Foto: Alexander Mayer
Till Hass, Composer - Foto: Alexander Mayer
Till Hass, Composer - Foto: Alexander Mayer
Till Hass, Composer - Foto: Till Hass
Till Hass - mikrotonale klanginstallation - Foto: Alexander Mayer
Till Hass - mikrotonale klanginstallation - Foto: Alexander Mayer
Till Hass, Composer - Foto: Alexander Mayer